Angewandte Technologien – Erfolgreiche Produkt- und Prozessinnovationen

Mit mehr als 300 Teilnehmern richtete die Steinbeis Technology Group Ende Juli gemeinsam mit dem TIS innovation park Bozen den Technology Day in Bozen aus. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Steinbeis-Veranstaltungsreihe „Angewandte Technologien“ statt.

Vor Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik eröffneten die Landesrätin für Innovation, Luisa Gnecchi, der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Christof Oberrauch und der Präsident des TIS, Dr. Alfred Guarriello, die Veranstaltung. Getragen vom Verständnis, dass der technische Fortschritt für das Wirtschaftswachstum der Industrieländer weit wichtiger ist, als die quantitative Zunahme der Produktionsfaktoren „Arbeit“ und „Kapital“, wurde die Tagung inhaltlich zu Aspekten der technologischen Innovationsfähigkeit positioniert. Im Komplex Produkt – Technologie sowie Organisation und Fabrik wurden Beherrschung, Gestaltung, Weiterentwicklung und Anwendung der industriellen Produktionstechnik referiert und diskutiert.

Dr. Hubert Hofer, Direktor des TIS innovation park Bozen, erläuterte in seinem Vortrag die Grundsätze von Wissensund Technologietransfer und erklärte die Rolle des TIS für die Südtiroler Wirtschaft und zu internationalen Ansprüchen. Prof. Gunter Henn, Architekt unter anderem der Autostadt Wolfsburg und der Gläsernen Manufaktur Dresden und Professor an der TU Dresden, referierte zum Thema „Arbeitswelten neu denken“. Geistige Tätigkeit benötigt Konzentration und Kommunikation, das ist Basis jeglicher Innovationen. Möglichkeiten und Lösungen moderner Unternehmen wurden eindrucksvoll erläutert, so z. B. des VW-Konzerns. Andrea Bonfatti, Manager der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Automobilherstellers Lamborghini, referierte über die systematische technologische Innovation des Unternehmens. Lamborghini ist das italienische Vorzeigeunternehmen für ständige Produktinnovation und die Anwendung neuester Technologien und Materialien. Antonio Villi ist Geschäftsführer von Cicrespi Spa und Gewinner des Best Innovation Award 2007 der Universität Boccon. Er berichtete während seines Vortrages, wie Cicrespi innovative Lösungen zur Identifizierung, Nachverfolgbarkeit und Sicherheit von Produkten und Prozessen entwickelt und implementiert und es schafft, diesen hohen technologischen Standard über viele Jahre hinweg zu halten und auszubauen.

Prof. Ulrich Günther, Steinbeis Technology Group, sprach über Wissenschaft und Wirtschaft, Zukunftsfähigkeit und Zukunftsbereitschaft sowie internationale Cluster und Netzwerke. Er legte Grundzüge und Erfahrungen des Steinbeis Technologietransfers dar und belegte Aspekte und Nachhaltigkeit im Komplex Transfer – Aus- und Weiterbildung an Hand der technischen Studiengänge der Steinbeis-Hochschule Berlin.

Die Vorträge wurden durch Expertenworkshops begleitet. Dr. Hofer und Prof. Günther rundeten die Veranstaltung mit der Vorstellung der neuen europäischen Plattform der Zusammenarbeit ab. Getragen von dem Wunsch und der Zuversicht der weiteren europäischen Integration vereinbarten die Unterzeichner die Zusammenarbeit auf den Gebieten des Technologie- und Wissenstransfer sowie der zugehörigen Aus- und Weiterbildung als auch des Expertenaustausches. Anschließend unterzeichneten die beteiligten Partner CCSO Fribourg (CH), CET Wroclaw (PL), Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik Dresden (D), IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH Dresden (D), Steinbeis Technology Group / Steinbeis-Stiftung Stuttgart / Steinbeis-Hochschule Berlin GmbH (D), transI T entwicklungs- und transfercenter – Universität Innsbruck (A) und TIS innovation park Bozen (I) dazu die entsprechende Vereinbarung des gemeinsamen Wirkens der Regionen gemäß ihrem Leitbild Grundlagen beherrschen – Innovationen gestalten – technischen Fortschritt durchsetzen.

Zuletzt geändert am 06. Juli, 2011 von HJE