Lean erleben - Lean sehen

Was tun, wenn der Produktionsprozess unrund läuft, die Waren-Qualität zu wünschen übrig lässt und statt Wertschöpfung Verschwendung die wirtschaftliche Leistung eines Unternehmens trübt, obwohl sämtliche Beteiligten an der Belastungsgrenze arbeiten? Diese globale Frage beschäftigt bereits sämtliche Experten über mehrere Jahre. Deren Antwort: „Lean Management“, was nichts anderes bedeutet, als Werte ohne Verschwendung zu schaffen, und zwar durch die optimale Abstimmung sämtlicher Aktivitäten, die für die Wertschöpfung notwendig sind, bei gleichzeitiger Vermeidung überflüssiger Tätigkeiten. Die Umsetzung dieses Ziels stellt Unternehmen allerdings vor sehr große Herausforderungen, zumal bisweilen radikale infrastrukturelle Veränderungen ebenso vonnöten sind, wie ein strategisches Umdenken. Um dies zu erreichen, ist es notwendig, sich dem Gedankengang zu stellen und die Gesamtablaufkette zu betrachten. Auch wenn es in der Konsequenz bedeutet, eine ganze Fabrik zu verändern.

In einer einfachen Simulation eines Produktionsablaufes können diese Herausforderungen dargestellt werden. Eine traditionelle funktionale Wertschöpfungskette zeigt deutlich, dass die wesentlichen Punkte „Verschwendung“, „Synchronisation“ und „Überlastung“ zum Tragen kommen. Zwar arbeiten alle Beteiligte so schnell es ihnen möglich ist, aber dennoch kommt es zu Stauungen im Produktionsfluss. Während sich bei manchen die Arbeit türmt, schieben andere „Kollegen“ eine eher ruhigere Kugel. Eine erste offensichtliche Optimierung und die damit verbundene Absicht, an den neuralgischen Produktionsstellen schneller zu arbeiten, offenbart genau die Probleme, die auch in der realen Produktion Hemmschuhe darstellen: Nicht die Veränderung einzelner Schritte bringt die Lösung, sondern die harmonische Synchronisierung der gesamten Prozesskette. Erst die Auflösung der Struktur des Systems verbessert das Ergebnis deutlich. Die gestiegene Produktivität geht einher mit entspannterem Arbeiten an allen Plätzen. Der Schlüssel des Erfolgs liegt in der Betrachtung der Gesamtablaufkette und nicht der einzelnen Funktionsbereiche.

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Referent:

Alexander Frank

TQU Business GmbH (Ulm)

su1103(at)stw.de

Zuletzt geändert am 12. Januar, 2012 von HJE